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SUMMARY:Svenja Flaßpöhler, Michel Friedman und Richard David Precht über die Frage: „Wie viel Moral vertragen Politik und Gesellschaft?“
DESCRIPTION:Eine neue moralische Bestimmtheit prägt die Debatten unserer Zeit. Ob in den Diskussionen um die richtige Flüchtlings- und Coronapolitik, in identitätspolitischen Auseinandersetzungen um sprachliche Rücksichten oder in den Diskursen um Waffenlieferungen an die Ukraine: Stets wird auf moralische Pflichten verwiesen, darauf, was wir anderen schuldig sind. Jedes Gegenargument erscheint schnell egoistisch und unsolidarisch. Svenja Flaßpöhler, Michel Friedman und Richard David Precht gehen der Frage nach, wie diese Tendenz zu bewerten ist, und berühren dabei ein zentrales Dilemma moderner Gesellschaften: So gilt die grundsätzliche Trennung von Staat und Moral als zentrale Voraussetzung für moderne Verfassungen und individuelle Freiheiten. Gleichzeitig aber kann ein freiheitlicher Staat nur bestehen, wenn die Menschen moralische Substanz aufweisen und ihre Freiheit einschränken, wo es nötig ist. Lässt sich das Problem lösen, ohne in die Gefahr des Autoritarismus zu geraten? Mod.: Stephanie Rohde\n
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